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Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapie und Verhaltenstherapie im Saarland.

 

Adalbert Hoffmann

Am Heidknüppel 4
66346 Püttlingen (Saarland)

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Mo. bis Fr. von  09/00 - 12/00 und 14/00 - 19/00 Uhr

 

Bei Notfällen dürfen Sie mich gerne auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten, an Sonn- oder Feiertagen kontaktieren.

Psychotherapeutische Hilfe bei den Essstörungen Anorexie, Bulimie und Binge Eating.

 

"Selbstakzeptanz gewinnen, Essstörung verlieren."

Die pauschale landläufige Meinung, wer einmal eine Essstörung hatte, würde sein Leben lang nicht mehr "normal" Essen können, ist nicht richtig. Denn Menschen die  Essstörungen, Depressionen oder Angststörungen mit der richtigen Therapie erfolgreich aus eigener Kraft überwunden haben, sind danach eine wertvolle Lebenserfahrung reicher und haben gelernt zukünftig auch mit anderen Problemen besser zu Recht zu kommen.

Essgestörte haben nahzu immer ein Problem mit ihrer Selbstakzeptanz. Gelingt es dem Therapeuten seiner Patientin Selbstakzeptanz und Selbstkontrolle zurück zu geben, so verlieren die allermeisten Essstörungen sehr schnell an ihrer Grundlage und Bedeutung.

Meine persönliche Meinung zum BMI (BMI = Body-Mass-Index: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat) ist, dass auch bei Normalgewicht lebensbedrohliche Zustände auftreten können. Von daher ist es mir unbegreiflich, wenn einige Ärzte die PatientInnen erst dann ernst nehmen wenn ein BMI unter 17 vorliegt. PatientInnen mit der Diagnose A-typische Anorexie fühlen sich durch diese Diagnose geradezu getriggert sich zu einer tüpischen Anorexie runter zu hungern....

 

Die Entstehungsursachen einer Anorexie

 

Genau wie auch bei den  allermeisten anderen psychsichen Erkrankungen, werden auch bei  Esstörungen meist "psychosoziale Ursachen" für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Krankheit angenommen. Häufig werden junge Mädchen, weitaus seltener junge Männer, wegen ihres Übergewichts gemobbt oder bekommen aus ihrem sozialen Umfeld generell zu wenig Aufmerksamkeit.  Manchmal genügt als Auslöser einer Essstörung schon ein unbedachtes  Wort von Eltern, Großeltern, Lehrern oder Mitschülern das als Beleidgigung aufgefasst wird.  Dieses eine Wort wird aber nur deshalb so gewichtig, weil die PatientInnen es sich immer und immer wieder selbst einsuggerieren. Und aus diesen vielen negativen Gedanken werden ebenso viele negative Gefühle...und die Krankheit bekommt dadurch immer mehr Energie. 

Wenn die PatientInnen dann damit beginnen ihr Körpergewicht zu reduzieren, erreichen zum Einen weniger Mobbing und zum Anderen erlangen sie damit vielleicht auch mehr Aufmerksamkeit bei Menschen von denen sie diese zuvor auf anderem Wege nicht bekommen konnten. Die Anorexie stellt für viele PatientInnen durchaus einen Krankheitsgewinn dar, was es für die PatientInnen so schwer macht die Krankheit aufzugeben....

Umso mehr  die PatientInnen sich herunter Hungern und an Gewicht verlieren, umso mehr bekommen sie das Gefühl ihr soziales Umfeld kontrollieren zu können. Ohne es zu bemerken werden sie regelrecht süchtig nach dem Gefühl von Kontrolle und Aufmerksamkeit.   Dass in Wirklichkeit das Gegenteil der Fall ist, sie nämlich in Wahrheit einer lebensbedrohlichen Krankheit die Kontrolle über ihr Leben überlassen haben, wird dabei gerne verdrängt. Insbesondere die Publikationen von Betroffenen im Internet haben mit dazu beigetragen dass dadurch viele zum Nachahmen motoviert wurden, die gerne "Besonders" sein und irgendwie aus der Masse heraus auffallen möchten.

Genau wie bei der Spielsucht oder der Alkohol- und Drogensucht, verlieren die PatientInnen von Tag zu Tag immer mehr die Kontrolle über ihr Denken, Fühlen, Handeln und sich Selbst. Getrieben von regelrechten Zwangsgedanken immer noch nicht dünn genug zu sein, entwickeln sie eine Körper-Chema-Störung, die einer wahnhaften Wahrnehmungsstörung gleich, ihren Körper viel massiver empfinden lässt als er es in der Realität ist. Sie zählen und reduzieren bei jeder Nahrungsaufnahme deren Kalorien, betreiben exzessiv Sport um weitere Kalorien zu verbrauchen und manchmal nehmen sie sogar Entwässerungstabletten und Abführmittel....

 

Die Therapie der Anorexie

 

Oftmals begleitet die schulmedizinische Psychotherapie die Patientinnen so lange, bis die jungen Frauen in ihrer Identität als Frau und in ihrem psychosozialen Umfeld gefestigter und quasi von selbst wieder gesund geworden sind. Dies kann jedoch in Einzelfällen viele Jahre oder gar ein Leben lang dauern. Jahre in denen die Patientinnen und in ganz besonderem Maße auch deren Angehörige unter diesem krankhaften Zustand dann - trotz Therapie - leiden.

Unnötig, wie ich meine. Denn mittels einer gezielten Hypnosetherapie ist es meiner Erfahrung nach möglich, Essstörungen binnen kurzer Zeit und mit wenigen Sitzungen zu heilen, wenn man sich weniger auf die Symptomatik und dafür mehr  auf die Ursachen konzentriert.

 

Was bringen Kuraufenthalte?

Bei schweren Krankheistfällen können mehrmonatige Kuraufenthalte in Einzelfällen dann positive Effekte erzielen, wenn das Verlassen eines als belastend angenommenen psychosozialen Umfeldes den PatientInnen nachweislich Symptomlinderung verschafft.

Ich bin jedoch der Meinung dass es nicht unbedingt notwendig ist eine junge Frau oder einen jungen Mann durch physische Orstveränderung für mehrere Monate aus einem ansonsten intakten, sozialen Umfeld heraus zu reißen. Zumal viele gerne Zuhause leben möchten und eine Unterbringung in einer Klinik als zustäzliche Belastung wahrnehmen.

Außerdem können positive Effekte ebenso gut  in einer ambulanten, kombinierten Hypnose- und kognitiven Verhaltenstherapie erzielt werden. Denn genau wie bei einer Berufsaufbildung, sollte das in der Therapie theoretisch  Erlernte möglichst zeitgleich mit der praktischen Ausführung des Erlernten im ganz normalen Lebensalltag erfolgen.

Das heißt, die Patieninnen können die bei einem Therapeuten oder in einer Tagesklinik erlernten, neuen Verhaltensmuster direkt in ihrem persönlichen Umfeld ausprobieren und die eigenen Reflektionen und die der Mitmenschen austesten und ggf. korrigieren.

Was eine Gruppentherapie anbelagt, so kommt es außerdem sehr darauf an, welcher Therapeut und welche Einzelpersonen die Gruppendynamik bestimmen. Die Gruppentherapie kann demnach sowohl sehr positive als auch negative Effekte bei einzelnen Patientinen bewirken. Eine pauschale Bewertung gibt es nicht.

Für die Behandlungen von Essstörungen gilt das Gleiche, wie für nahezu alle anderen  psychoschichen Erkrankungen: "Die Therapie sollte nicht komplizierter sein als die Krankheit!" Im Vordergrund sollten eine Desensibilisierung und eine Verbesserung der Selbstwahrnehmung und des Selbstwertgefühls der Patientinnen stehen.

Klinikempfehlung:

https://www.schoen-klinik.de/bad-arolsen

 


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