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Heilpraktiker für Psychotherapie, Hypnosetherapie und Verhaltenstherapie im Saarland.

 

Adalbert Hoffmann

Am Heidknüppel 4
66346 Püttlingen (Saarland)

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Mo. bis Fr. von  09/00 - 12/00 und 14/00 - 19/00 Uhr

 

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Wie Psychotherapeuten mit Hypnose Bulimie u. Essstörungen überwinden       

 

"Essstörungen sind lediglich Wegweiser. Sie zeigen an, dass etwas im Leben der Patienten nicht stimmt."

Die pauschale landläufige Meinung, wer einmal eine Essstörung gehabt habe, würde sein Leben lang nicht mehr "normal" Essen, ist einfach nur Quatsch. Denn Menschen die eine Essstörung durchlebt und erfolgreich überwunden haben, sind danach eine wertvolle Erfahrung reicher und haben gelernt zukünftig auch mit anderen Problemen besser zu Recht zu kommen.

Im Gegensatz zur selteneren Anorexia nervosa (Magersucht), die bereits vor der Pubertät auftreten kann und mit sehr starkem Untergewicht einhergeht, beginnt die Bulimie meist erst  im Alter von 17 bis 25 Jahren und die Patientinnen haben oft Normalgewicht oder leichtes Untergewicht, bzw. einen BMI* von 18 oder 19. Etwa 0,3% der Frauen und 0,1% der Männer sind davon betroffen.

*(BMI = Body-Mass-Index: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat)

 

Die Entstehungsursachen für Bulimie, Anorexie

 

Genau wie bei den  meisten psychsichen Erkrankungen, werden auch bei der Bulimie und der Anorexie psychosoziale Ursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Krankheit angenommen. Die Patientinnen sind oftmals sehr ehrgeizig, suchen verstärkt  Aufmerksamkeit, wollen gefallen, haben in eingen Dingen jedoch wenig Selbstwertgefühl und wollen ihre Hilflosigkeit und empfundene Defizite überwinden, indem sie zwanghaft bemüht sind ihren Körper zu kontrollieren.

Andere wurden gehänselt weil sie zu dick waren, haben deshalb Diäten gemacht, um akzeptiert zu werden und haben dabei die Kontrolle über sich selbst verloren. Wieder Andere unterliegen einem Schönheitswahn, wollen Tänzerin, Model oder Skispringer werden......

 

Die Abgrenzung zur Anorexie

 

Nach der Remission einer Anorexie kann eine Bulimie entstehen und aus der Bulimie kann eine Anorexie entstehen. Da die Anorexie (Magersucht) mit teils lebensbedrohlichem Untergewicht und schwerwiegenden organischen Funktionsstörungen einhergehen kann, erfordert sie eine multimodale Therapie, die derzeit noch vorwiegend von Schulmedizinern und Spezialkliniken bewerkstelligt wird. Eine Cooperation mit Heilpraktikern für Psychotherapie ist mir nicht bekannt und wird meiner Erfarhung nach  seitens der Ärzte auch nicht angestrebt. Dennoch steht es anorektischen Patientinnen frei, zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie einen Heilpraktiker für Psychotherapie zu konsutlieren. Was insbesondere dann Sinn macht, wenn die Therapie nicht die gewünschten Fortschritte erbringt.

Im weiteren Textverlauf konzentriere ich mich vornehmlich auf die Bulimie und deren Behandlung.

 

Comorbitäten zu den Essstörungen

 

Zu den häufigsten psychiatrischen Comorbitäten und psychosozialen Problemen zählen:

Missbrauch von Alkohol, Drogen, Medikamenten, Nikotin, autoaggressives Verhalten, unkontrolliertes Mode- und Konsumverhalten, übertriebenes Geldausgeben, sogenannte Frustkäufe, Kaufsucht und Ladendiebstähle, extreme Verhaltensweisen wie soziale Isolation oder Überanpassug an die Gruppe oder Familie, Leistungszwang, Karrieredrang (jung, dynamisch und erfolgreich).

Minderwertigkeitskomplexe, Unzufriedenheit mit der eigenen Person, über die eigene Geschlechtsrolle, zum Beispiel Ablehnung der Weiblichkeit und Sexualität allgemein....

Die Bulemie geht außerdem oftmals einher mit Pedanterie, übertriebenem Ehrgeiz, Zwangsstörungen und Depressionen. Meist konzentrieren sich alle Gedanken der Patietninen auf den Bauch (Körper-Schema-Störung). Er wird als > zu dick < wahrgenommen und soll so flach wie möglich sein.

Um das zu erreichen, wird gehungert, Kalorien gezählt, übermäßig Sport betrieben und in vielen Fällen in gewissen Zeitabständen immer wieder Nahrung erbrochen. Wichtige Nähr- und Mineralstoffe sowie Elektrolyte gehen verloren und trotz Normalgewicht kann eine Unterernhährung erfolgen, die mit Erkrankungen der Verdauungsorgane, Osteoporose, kariösen Zähnen und Herzrythmusstörungen einhergehen kann.

Um dem entgegen zu wirken, folgen unterbewusst gesteuerte, zwanghafte Fressattacken mit massiver Kalorienaufnahme von bis zu 20.000 Kalorien, gefolgt von Schuldgefühlen und erneutem Abhungern, Abführen, Abtrainieren oder Erbrechen....

 

Die Therapie der Bulimie

 

Oftmals begleitet die schulmedizinische Psychotherapie die Patientinnen so lange, bis die jungen Frauen in ihrer Identität als Frau und in ihrem psychosozialen Umfeld gefestigter und quasi von selbst wieder gesund geworden sind. Dies kann jedoch in Einzelfällen viele Jahre dauern. Jahre in denen die Patientinnen und deren Angehörige unter diesem krankhaften Zustand dann - trotz Therapie - leiden.

Unnötig, wie ich meine. Denn mittels einer gezielten Hypnosetherapie ist es meiner Erfahrung nach möglich, Essstörungen binnen kurzer Zeit und mit wenigen Sitzungen zu heilen.

Was bringen Kuraufenthalte?

Bei schweren Krankheistfällen können mehrmonatige Kuraufenthalte in Einzelfällen dann positive Effekte erzielen, wenn das Verlassen eines als belastend angenommenen psychosozialen Umfeldes den Patienten nachweislich Symptomlinderung verschafft.

Ich bin jedoch der Meinung dass es nicht unbedingt notwendig ist, eine junge Frau oder einen jungen Mann durch physische Orstveränderung für mehrere Monate aus einem ansonsten intakten, sozialen Umfeld heraus zu reißen. Zumal viele gerne Zuhause leben und eine Unterbringung in einer Klinik als zustäzliche Belastung wahrnehmen.

Außerdem können positive Effekte besser in einer ambulanten, kombinierten Hypnose- und kognitiven Verhaltenstherapie erzielt werden. Denn ganau wie bei einer Berufsaufbildung, sollte das in der Therapie theoretisch  Erlernte möglichst zeitgleich mit der praktischen Ausführung des Erlernten im ganz normalen Lebensalltag erfolgen.

Das heißt, die Patieninnen können die bei einem Therapeuten oder in einer Tagesklinik erlernten, neuen Verhaltensmuster direkt in ihrem persönlichen Umfeld ausprobieren und die eigenen Reflektionen und die der Mitmenschen austesten und ggf. korrigieren.

Was eine Gruppentherapie anbelagt, so kommt es außerdem sehr darauf an, welcher Therapeut und welche Einzelpersonen die Gruppendynamik bestimmen. Die Gruppentherapie kann demnach sowohl sehr positive als auch negative Effekte bei einzelnen Patientinen bewirken. Eine pauschale Bewertung gibt es nicht.

Für die Behandlung der Bulimia nervosa gilt das Gleiche, wie für alle anderen psychogenen Psychosen: "Die Therapie sollte nicht komplizierter sein, als die Krankheit!" Im Vordergrund sollten eine Desensibilisierung und eine Verbesserung der Selbstwahrnehmung und des Selbstwertgefühls der Patientinnen stehen.